Das Tuch der Meere

für zwei Soprane, zwei Alti, zwei Tenöre, Bariton und Bass (SSAATTBB)

UA 2026

Sendung des Konzerts am 30.10.26 in MDR Kultur um 20:03 Uhr, anschließend in der Mediathek nachzuhören.

Die Kompositionen für acht Stimmen wurden beauftragt durch die Mitteldeutsche Barockmusik und im Rahmen des Heinrich-Schütz-Musikfestes durch das Ensemble THE PRESENT in der Kirche Sankt Leonhard in Bad Köstritz uraufgeführt.

Rezension Neue musikalische Blätter/ Dresdener Neueste Nachrichten

Man spürt unter den Partikeln des Raunens, der Vokale, einzelner Silbern schnell einen Bezug, eine tiefere Ebene, weil der Komponist Heinrich Schütz nicht nur gehört, sondern seine Texte verinnerlicht hat. … Die rufende Stimme konnte mit Heinrich Schütz tönen (»Ich bin eine rufende Stimme«, SWV 283), drang aber mit Moritz Gagern auch ans Ohr von The Present und dem Publikum. … »Höre mich, ich höre dich« klang abschließend wie eine Beschwörung, in der Moritz Gagern in der letzten Uraufführung (»Du wirst den rauhen Gesang verwandeln«) kein Zukunftsbild entwarf, sondern eine Botschaft (»Ton aus Ton verwandeln«) aussandte.

DLF Musikjournal, 12.1.26

“Die neuen Vokalwerke haben es verdient, nicht in die sprichwörtliche Schublade zu wandern.” Deutschlandfunk, 12.10.26

In Zeiten nicht-enden-wollender Kriege werden die Vokalmusik und der Himmel zum Fluchtraum. Heinrich Schütz hat in den dreißig Jahren des 30-jährigen Krieges die alten Psalme eingängig vertont. Dabei hat der in Venedig ausgebildete Komponist die musikalische Landschaftsmalerei erfunden. Er malt das wogende Meer, die Berge, die Weite mit Tönen, er denkt Musik räumlich, genau wie seine venezianischen Lehrer.

Foto: Moritz Gagern, Venedig, 2010

Foto: unbekannt
Foto: aus dem Schütz-Haus in Bad Köstritz

“Ob ich gleich Wütend Gott, zeig hir mein Wehr und Waffn, So kan doch auch zugleich, die Kunst viel nüzn schaffn.” 1642

Foto: aus dem Schütz-Haus in Bad Köstritz

“Es ist alles eitel!” Andreas Gryphius